Bewerbung für Stipendien in Deutschland
Bewerbung für Stipendien in Osteuropa
 
 
 
 
Stipendiaten in Deutschland
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Das Programm
Die Erweiterung der Europäischen Union ist vollzogen. Sie war und ist politisch gewollt, birgt aber wirtschaftlichen und sozialen Konfliktstoff in sich - für alle Beteiligten. Die Massenmedien - die Print- wie die elektronischen Medien - können und werden zunehmend diesen Prozess begleiten.

Sie können informieren und helfen, Vorbehalte abzubauen und damit integrativ wirken. Für Journalisten eine große Herausforderung an Können, Wissen und Verantwortung. Vor allem für den journalistischen Nachwuchs, denn das vereinte Europa zu schaffen, ist eine Aufgabe der Zukunft.

Die Robert Bosch Stiftung und die Berliner Journalisten-Schule sind aus diesem Grund gemeinsam aktiv geworden und haben ein Studienprogramm für junge Journalisten aus Mittel- und Osteuropa ins Leben gerufen, das im Frühjahr 2003 erfolgreich mit Kollegen aus Polen startete und in 2004 auf Tschechien ausgedehnt wurde.

Im Jahr 2009 erhielten insgesamt 15 junge Journalisten aus Bulgarien, Estland, Polen, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn ein Stipendium für einen dreimonatigen Studien- und Arbeitsaufenthalt in Berlin. In dieser Zeit wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, Deutschland besser kennen zu lernen - seine Politik, Wirtschaft und Kultur. Die wechselvollen, teilweise nicht unproblematischen Beziehungen zwischen den Ländern waren ebenso ein Thema wie die gemeinsamen Herausforderungen, denen sich die Länder im größer werdenden vereinten Europa zu stellen haben.

Im ersten Monat wird den Kollegen aus Mittel- und Osteuropa an der Berliner Journalisten-Schule in Form von Vorträgen, Seminaren und "Vor-Ort"-Begegnungen ein Kompaktwissen zu den eben genannten Themen geboten.

Danach arbeiten sie - je nach Neigung und Erfahrung - zwei Monate in Print-, Hörfunk- und TV-Redaktionen der deutschen Hauptstadt. Sie lernen dabei den Arbeitsalltag ihrer deutschen Kollegen kennen und fertigen selbst Beiträge an - vor allem für die jeweilige Gastredaktion, aber auch für die Medien in ihren Heimatorten.

Während der gesamten Zeit werden sie individuell betreut, erkunden die deutsche Metropole mit ihren politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Institutionen und knüpfen Verbindungen, die ihnen behilflich sein werden - zurück in ihrer Heimat - kompetent über Deutschland und den Prozess der Integration ihres Landes in die EU zu berichten.

Stipendien für junge Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Im nunmehr fünften Jahr ermöglicht die Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit der Berliner Journalisten-Schule jungen Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz einen dreimonatigen Aufenthalt in Redaktionen in Mittel- und Osteuropa. Vor der Abreise erhalten die Stipendiaten während eines Einführungsseminars in Berlin Kenntnisse über die aktuelle politische, wirtschaftliche und kulturelle Situation und die Medienlandschaft des Gastlandes. Für Teilnehmer mit gehobenen Grundkenntnissen der Landessprache besteht die Möglichkeit, diese in einem einmonatigen Intensiv-Sprachkurs zu perfektionieren.

Dann gehen Sie für drei Monate je nach Neigung in Print-, Hörfunk- oder TV-Redaktionen. Sie lernen den Arbeitsalltag der Kollegen in einem anderen Land kennen und fertigen Beiträge für die Gastredaktion an. Den Kontakt zur Heimatredaktion sollten Sie während ihres Auslandsaufenthalts keinesfalls abreißen lassen. Sie werden dabei unterstützt, als "Korrespondenten auf Zeit" zu berichten. In der Redaktion steht Ihnen ein Kollege als Betreuer zur Seite, der in der Vergangenheit selbst als Stipendiat der Robert Bosch Stiftung in einer deutschen Redaktion mitgearbeitet hat.

Die Stiftung folgt mit diesem Stipendienprogramm dem Auftrag des Stifters Robert Bosch (1861-1942), zur Versöhnung und Verständigung der Völker beizutragen. Auch die Stipendiaten sollen an dieser Idee mitwirken und durch die Verbesserung der Information zwischen Deutschland und seinen östlichen Nachbarländern zum Abbau von Vorurteilen und Nichtwissen beitragen.

Die gewonnenen Erfahrungen und Kontakte sollen Ihnen nach der Rückkehr behilflich sein, kompetent über Ihr Gastland und die aktuellen Entwicklungen in den neuen Mitgliedsländern der Europäischen Union zu berichten.

Portrait
„Es ist immer noch einfacher, alte S-Bahn- Verbindungen wiederherzustellen, als Menschen zu vereinen.”